VSF wünscht sich Mitsprache – Landesrat Theiner hat offenes Ohr für Fachwissen der Freiberufler zum Thema Raumordnung





Am 28. Mai traf sich der Vorstand der Vereinigung Südtiroler Freiberufler (VSF) mit Landesrat Dr. Richard Theiner in Bozen, um seine Anliegen beim Landesrat zu deponieren und sich mit ihm über einen weiteren Austausch zu beraten. Vor allem war es den Freiberuflern aus den verschiedenen Berufsgruppen wie Technik, Recht und Wirtschaft wichtig, die Anliegen und Problemfelder beim komplexen Thema Raumordnung vorzubringen. VSF-Präsident Dr. Peter Gliera informierte, dass es viele Techniker und auch Juristen unter den Vorstandsmitgliedern und Mitgliedern gibt, welche sich mit der Raumordnung beschäftigen. Hinblickend auf die geplante große Reform sei es wichtig, sich mit allen Freiberuflern auszutauschen, welche die Gesetze ihrer Tätigkeit wegen als erstes anwenden und umsetzen müssen. Ziel sollte sein, dass eine Raumordnung im Sinne des Bürgers gemacht wird, so Dr. Gliera.

Besonders auf die herrschende Rechtsunsicherheit in der Raumordnung durch das ständige Ändern der Gesetze und punktuellen Eingriffen wurde hingewiesen. Vertreter der VSF plädierten dafür, das Gesetz in Zusammenarbeit mit Fachleuten (Techniker und Juristen) von Grund auf neu zu schreiben. Die Basis des neuen Raumordnungsgesetzes sollte ein zentrales Gesetz sein und drei Aspekte berücksichtigen: die inhaltliche Seite, die verfahrenstechnische Seite und die gesetzliche Seite. Übergeordnetes Ziel sollte eine Lesbarkeit und Anwendbarkeit des neuen Raumordnungsgesetzes für alle sein, so lautet die Aussage der VSF.

Landesrat Dr. Richard Theiner zeigte sich überzeugt, dass eine Reform der Raumordnung bis 2017 machbar sei. Vor allem müsse es in Zukunft eine einheitliche Ausrichtung geben und es sollten übergeordnete Interessen vertreten werden. Ad hoc-Entscheidungen und Einzelveränderungen von Seiten einzelner Lobbys, Freiberufler und Verbände könnten nicht mehr, wie in Vergangenheit, berücksichtigt werden, so Landesrat Theiner. Die Tatsache, dass für das Omnibusgesetz zurzeit bereits eine Vielzahl von Abänderungsanträgen von Verbänden, aber auch Freiberuflern eingebracht wurden, könnte nicht mehr akzeptiert werden, da dies ein klares, lesbares und strukturiertes Gesetz, wie von allen gefordert, verhindere.

Ein weiterer wichtiger Antrag, welche vorgebracht wurde, ist der Abbau sinnloser Bürokratie, sowie bessere Zeitabläufe und die bessere Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung. Die VSF ist der Auffassung, dass es Mut brauche, einfache Lösungen vorzusehen, auch wenn diese nicht jeden Einzelfall und die Interessen verschiedener Lobbys und Berufsgruppen berücksichtigen können. Sie sicherte Landesrat Theiner zu, dass zukünftig übergeordnete, hauptsächlich inhaltliche Verbesserungsvorschläge eingebracht werden, beispielsweise im Bereich Kubatur-Berechnung, Geschossfläche oder auch ewige Bindung. Theiner bestätigte, dass inhaltliche Einwände von Experten, wie es die Freiberufler sind, sehr willkommen sind. Die VSF zeigte sich ihrerseits offen, das umfassende Fachwissen zur Verfügung zu stellen und freut sich auf eine zukünftige, konstruktive Zusammenarbeit.

 

Information: beim Treffen mit Dr. Theiner waren anwesend Dr. Peter Gliera, Herbert Arquin, Dr. Alexander Benedetti, Ing. Roman Bodner, Dr. Thomas Brenner, Geom. Heinrich Ferretti,  Dr. Markus Kuntner, Dr. Helmuth Knoll, Dr. Andreas Leiter, Geom. Johann Lun, Ing. Helmuth Mayer, Arch. Wilfried Moroder, Arch. Agnes Pobitzer, Dr. Dieter Schramm, Dr. Andreas Widmann, Margot Spinazzè (Protokollführerin)

 



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